Zweite Abtheilung.
XVI. Abschnitt.
Vom Reinigen de5 Weißzeuges und anderer Stoffe durch Handwäsche und Damgs.
320. Die Bük- und feine Wäsche.
Die erstere wird auf folgende Art behandelt: Man weicht das Zeug Tags zuvor in Lauge ein; am andern Morgen reibt man cs einmal durch die Hand mit Lange ab, ringt es aus und bringt es aufgeschlagen in das Büksaß, welches hoch geformt, oben weiter als unten und gegen den Boden mit einem Zapfen versehen sein muß, damit die Lange nach Bedürfniß abgelassen werden kann. Unten hinein legt man die Strumpfe, dann Bettzeug, Taschen- und Handtücher, Hemden und Nachtzeug, oben ans das Tischzeug. "Das Kuchen- und Gesiudezeug, welches gewöhnlich sehr schinnßig, bringe man in ein anderes Gefäß, wo man es eben so behandeln und zu dessen Reinigung schwarze oder Beilchenseise verwenden kann. Endlich breitet man ein großes Tuch darüber und gießt anfangs lauwarme Lange, in welcher man gekochte Seife zerqnirlt hat, später etwas heißere und nach jedesmaligem Abzapfen endlich ganz kochende Lange, stets mit zerquirlter Seife vermischt, darüber, deckt es wohl zu und läßt die also eingebrühte Wäsche 12—24 Stunden stehen. Dann zapft man die Lauge abermals ab, bringt die Wäsche wieder in den Waschtrog und reibt sie nun nochmals mit Seife und warmer Lauge durch die Hände, bis sie rein und znm Spülen und Anshängen tauglich ist.
Diese sogenannte Bükmethode ist besonders in Gegenden zu empfehlen, wo das Wasser viel Eisen- und Salpetertheile bei sich führt, wie namentlich in ganz Thüringen, der Leipziger Gegend u. s. w., und daher das Bleichen ans dem Rasen,
