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Bericht üöcr die Itfiefanft =Stiftung.

Nachdem der sehr ehrw. und gcl. Br. Fidel Joseph Wie­land, erster Großvorsteher der Alpina und Mstr. v. St. der Loge zur Brudertreue im Or. von Aarau, den 22. Februar 1852 un­serer Bruderkette und dem Vaterlande, in welchem er als Staats­mann so lange und wohlthätig gewirkt hatte, durch den Tod ent­rissen worden war, beweinten ihn im nähern Kreise eine zarte, kränkliche Wittwe und drei Söhne, deren keiner noch selbständig war, denen er ein Vermögen von nur 11600 Franken alte W. hinterließ. Als Mitglied der aargauischen Regierung und als Arzt hatte er ern Einkommen gehabt, das hinreichend war, um mit Ver­meidung jedes unnützen Aufwandes, die Seinen zu nähren, seine Kinder zu erziehen, seine Stiefmutter und jüngern Geschwister zu unterstützen und im Stillen manche Thräne der Roth zu trocknen. Aber ersparen konnte er Nichts. Der frühzeitige Hinscheid des Er­nährers war daher für die Familie ein um so schwererer Schlag, als die zwei jüngern Söhne gerade das Alter hatten, wo sie einen Beruf erlernen sollten.

Der hvchw. Großmeister Br. Jung erließ daher am l.Mai 1852 einen ebenso hochherzigen als zeitgemäßen Aufruf an die Bau­hütten der Alpina, worin er sie um ein Scherflein bat als Beitrag zur Erziehung der Söhne des um unfern Logenverband und das Vaterland so verdienten Br. Wieland. Reichliche Beiträge, zum Theil in Aversalsummen, zum Theil in Jahresbeiträgen, wurden für die Adoptivkinder der Alpina versprochen und eingesendet. Der Loge zur Brudcrtreue in Aarau wurde die Verwaltung dieser Spen­den anvertraut. Ein Br. der Werkstätte wurde Beistand der Wittwe, ein anderer Vormund der Söhne, und eine besondere Commission