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mache ich gewisse Vorbehalte, und zwar gerade zuerst, was den Papst betrifft: ich will und glaube katholisch zu sein ohne Papst; auch habe ich be­züglich des K l e r u s , des religio- s e n und bürgerlichen Unter­richtes, der P o l i t i k überhaupt, des Verhältnisses zwischen Kirche und Staat, der Civilehe und der kirchlichen Ehe rc. re. meine be­sonder» Ideen und Grundsätze; sie sind, das sag' ich dir zum voraus, nicht son­derlich klerikal. Also, auf Wiedersehen!

Viertes Gespräch.

Kann man nicht katholisch sein ohne

Papst?

Eduard. Du weißt, mein Leo, in der aufgeklärten Welt hat man einen rechten Schrecken vor dem Papst. Die Väter der Reformation haben ihn, wie allbekannt, lange Zeit den Antichrist ge­heißen und wir Jungen haben in Folge unserer Erziehung die nämlichen Abnei­gungen gegen alle Auktorität in Sachen der Religion überhaupt. Run, wie ich dir's schon eingestanden, habe auch ich lange Zeit und in langen Zügen aus