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Freyheits. Geist so sehr, daß, als endlich das vsn Lützowsche 5 rcy - Corps, welches-sich bemanne hatte, den Kampf für Freuheic zu wagen, in Bremen einr rückte, sie den geheimen Entschluß faßte sich diesem , Corps anzuschliessen. In der Nacht auf den 14. Febr. 1814 entkam sie, in der Kleidung ihres Bruders, glück ich der Beobachtung des Varers, dem sie augenblicklich zurückzukommen versprach, und eilte über dal Eis der kleinen Weser zu den Vaterlairdsvercheidigern^ Nach langem Wandern fand sie daS dritte Bataillon der FuAäger von Lühow in der Belagerung Jülichs begriffen. Am : sten Marz begab sie sich daher zu dem eommandirenden Lieutenant von Neil, mit der Bitte, sie als Zager in seine Compagnie aufzunehmen. Sie gab sich den Namen, Eduard Kruse, mit dem > Vergeben, aus Oldenburg gebürtig zu seyn. Niemand
I ahnte damals im Mindesten, daß sie weiblicl>en Gei
[ fchlechts fey. Mit der männlichsten Ausdauer ertrug
dieses IWbrige Mädchen alle Beschwerden des mtli# tairischen Dienstes. Doch gesteht sie auch, mir per ihr eigenthnmlichcn liebenswürdigen Bescheidenheit und l Jreymnth, wie has erstemal, als sie in der unfreundr
I lichenWitterung auf den aussecstenVorposten gestanden,
I doch öfters ein geheimes Grauen sie angewandelt habe.
I Sechs Wochen lang wohnre sie der Belagerung von
! ' Zülich bey. Kaum war darauf das Corps in Aachen
l angelangt, bekam Anna Lüring Befehl, vor dem Haupte
man Helmstreit sich zu stellen. der das von Lützowsche Corps einstweilen commandirte. Dieser hatte einen ' Brief aus Bremen erhalten, und erklärte unferm jungen Büchsenjager, bey seiner Erscheinung, geradezu, er sey nicht Eduard Kruse, sondern Anna Lüring, aus Bremen. Zhee jungfräuliche Sittlichkeit konnte ihr ' nicht erlauben, der leicht zu ergründenden Wahrhesc widersprechen. Sie gestand also, rhar aber die

