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wie ein Türke und verschwor sich heilig und theuer, daß er es ihnen eintränken werde, sobald er seine Arme los bekomme.

Natürlich erregten solche Drohungen nur die Spott- und Lachlust seiner Quäler und die Mißhand­lungen nahmen eine solche Ausdehnung an. daß er bald im Gesichte und an den Händen blutete. Er hielt es also für besser, zu schweigen, um dadurch seine Lage erträglicher zu machen; aber, was er vor­her in Worte gekleidet hatte, das dachte er jetzt, und da er durchaus nicht dafür hielt, daß es ihm an den Hals gehen könne, so nahm er sich fest vor, es ihnen nach der Schwierigkeit einzutränken.

Nach einer Viertelstunde gelangten sie im Walde an einen freien Platz. Paulus bebte zusammen, denn der ganze Platz war mit französischen Soldaten be­deckt, welche von den Pferden gestiegen waren, um ihr Mittagsmahl zu kochen. An in die Erde ge­rammten Stangen hingen die blechernen Kochkessel über den Feuern, worin die mit Gewalt genommenen Fleischportionen kochten. Einige machten die Sache einfacher, indem sie ein Huhn, eine Ente, oder was sie sonst erbeutet hatten, an den Säbel steckten und über den Flammen brieten. Die Pferde waren an die umherstehenden Bäume angebunden und stillten ihren Hunger an dem üppigen Grase.

Paulus hatte kaum Zeit gehabt, alles das mit einem siüchtigen Blicke zu beobachten, als er schon vor einen Offizier geführt wurde, welcher auf einem Steinhau-