&
»Sn 77 wtfc
ichl- 1 <) . 80 H 81 8i
Allgemeine Vorschrift des alten Schäfers Thomas.
. 81
zg ^he du eine Kur an irgend einem Vieh unternimmst, sollst ioi du ein kurzes Geber zu Gott thun und ihn um feinen Bei- M. stand hierbei ansiehen; dann aber murhig und getrost mit "dem Namen Gottes ans Werk gehen, worauf er dem Unternehmen segnen wird.
, 104 104 103 it(05
iio
asd er alteSchäfer Thomas überdteäuß erlichen U06 und innerlichen Krankheiten der Pferde den-kt, ^was er vor Erfahrungen darüber gemacht und 1 womit er sie geheilt har.
Wenn ich rodt bin und du, mein lieber Sohn, meine Pa- mi piere durchliefest, wirst du dich wundern, daß ich während it 5 meines Lebens so vielen Ruhm und Ehre genoß, weil und 116 breit als der geschickteste Vieharzt bekannt war, meilenweit zu krankem Vieh geholt wurde, meine Ställe stets mit Kran- jJq fen gefüllt waren, ja als ein Zauberer verschrieen wurde, 121 und meine Kenntnisse gleich wie meine Recepre doch so ge- 124 ring waren, mit denen es dir scheinen würde, als konnte w man gar nichts ausrichren. Wisse aber, daß die Heilung ^ der Thiere, und absonderlich der Pferde, nicht sowohl in ''jiz vielen Kenntnissen und Arzneien, als vieimchr nur in einer r K aufmerksamen Beobachtung der Gebrechen und Leiden, einer U einfachen menschlichen Hülfe, wenigen Mitteln und in einer E guten Abwartung, Nahrung und Pflege der verletzten und e J' kranken Thiere bestehr, und das Uedrige die Narur zu ihrer l Heilung selbst ihm.
i Bei meinem Hirrenleben lernte ich keine Gelehrsamkeit, tg, wohl aber die Natur des Viehes kennen, und hierauf grün- dere sich meine ganze Kunst. Gott gab Glück, ich war sorg- Ji sam und fleißig, und so gelangte ich zu dem großen Rufe, Schaf. Thom. l. ±

