Zweitei! Theil.
Erstes Kapitel.
Nachdem wir nun die beiden Freundinnen so glücklich unter Dach gebracht haben', so wollen wir jetzt auch unsere Freunde auf dem Schlachtfelde wieder aufsuchen.
Castelli, der Vater Thekla's, wurde, wie seine tapfern Mitbürger, von feindlicher Uebermacht zu immer weiterer Flucht genöthigt. Erst am dritten Tag hatte man in einer ziemlich befestigten Stadt Post» gefaßt. Die Belagerung war hitzig. Castelli kämpfte fortwährend mit ausgezeichneter Tapferkeit in den Reihen der Vordersten und trug manche Wunde zur Ehre seines Patriotismus und seines Muthes davon. Eine feindliche Kugel, die ihm in die Brust fuhr, setzte endlich seinen Heldenthateu ein Ziel. Bewußtlos lag er am Abend des Schlachttages unter einem Haufen Verwundeter und Sterbender. Ihre Seufzer unterbrachen furchtbar die schauerliche Stille der Nacht. UmMitternacht kam Castelli wieder zu stch, aufgeweckt durch das Stöhnen und den furchtbaren Wehcruf der Kranken. Still ergeben empfahl er, todesbereit, seinen Geistin dieHändedes himmlischen Vaters, und, des kurzen Abschieds von seiner einzigen und innig geliebten Tochter gedenkend, wünschteer nnr, daß diese jetzt noch um ihn sein und ihm das Auge
