jubvilcfen möchte. Ach, Thekla, seufzte er, mir werden uns hiernicden nicht mehr sehen; doch werd' ich Dich wieder bekominen. Ich Hube Dich aufErden so kurze Zeit gehabt, im Himmel mußt Du mir ewig bleiben.
Während er also sprach und helle Thränen die bräun- . kiche Wange des Kriegers bedeckten, da schritt eine jugendliche Menschengestalt durch die Dänimcrung des Morgens. Castelli war, durch schmerzliche Wunden, und großen Blutverlust entkräftet, nicht im Stande, umzufchauen, noch um Hülfe zu rufen. Da kam es näher herzu; ein freundlicher Knabe bog sein Knie vor dem Verwundeten, neigte sein liebliches Angestcht über die todcsbleichen Züge des Kranken, und dieser erkannte mit freudigem Erstaunen seinen Nachbar Eberhard.
Eberhard, der keine Furcht kannte, dessen Herz aber von treuer Vaterlandsliebe entflammt war, hatte sich seit der Neujahrsnacht dem Heere der Patrioten angeschlvssen. Und wirklich war es ihm geliingen, durch bereitwilligen Eifer und unermüdliche Gefälligkeit den Beifall und den Dank der Ober» und der Gemeinen zu erwerben. Mit Castelli war er übrigens nie zusammen getroffen. Am frühesten Morgen jener entscheidenden Schlacht hatte er sich aufgemacht, um auf der Wahlstätte nachzusehcn, ob irgend ein Blcssirter seines Beistandes bedürfe. Kaum halte er den traurigen Zustand Castelli's erkannt, so eilte er in das Zelt des Wundarztes und führte diesen nebst einigen Trägern zur Hülse herbei.
Eberhard schilderte mit so beredten Worten die bewähr-
