daß die Ritter den Ort sehr lieb behielten und wie ein erstgebornes Kind bevorzugten.
1232 schon, am 28. Dezember, wurde in Thorn selbst eine Urkunde von dem trefflichen Landmeister, Hermann Balk ausgestellt. Man hat sie nach dem Namen der zuerst genannten Stadt, die auch der Landschaft ihren Namen (vielleicht bereits vor des heiligen Adalbert Martyrium in dieser Gegend) geliehen zu haben scheint, die Cul- mische Handveste getauft, aber sie ist stets in derjenigen Stadt, die Hermann Balk zum Datum benutzte, — aufbewahrt geblieben, weil Thorn für die Ritter und ihre Unterthanen wichtiger schien, als das ältere Culm.
Denn 1234 findet sich unsre Stadt bereits als Hauptwaffenplatz und Schiffswerfte des Ordens aufgeführt. Im Jahre 1310 gründete Siegfried v. Fenchtwangen die erste preußische Artusbrüderschaft hier zu Thorn und zwar nach der Stiftungsurkunde aus Westphälingeru, Sachsen, Thüringern, Franken und Schwaben.
So verschmolzen sich die deutschen Hauptstämme in dieser alten Stadt zu einer kräftigen Bürgerschaft, aus welcher bald ein kerniges und dauerbares Patrizierthum hervorging und beinahe das ganze Kulmerland sich unterwarf.
