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Dann sammelte sich um jedes Feuer ein Trupp gebräunter, schwarzhaariger, kaum nothdürftig be­kleideter, wilder Gesellen und ließ sich den Inhalt der Töpfe wohlschmecken. Es war ein dicker Erbsen­brei mit altem scharfriechenden Sauerkraut ge­würzt, was diesen Söhnen der Karpathen so köst­lich mundete.

Als sie die Sehnsucht des Tranks und der Speise gesättigt, legten sie sich neben den flackern- den Abendfeuern zur Ruhe und baldlöste der Schlaf die Gelenke". Nur ein etwas besser ge­kleideter Mann auf dem vordersten Floß blieb auf­recht neben einem Feuer sitzen und beobachtete das Kochen des Fleisches in dem Topfe, welches län­gere Zeit hinnahm, als ihm lieb sein mochte. In der Nähe war eine höhere geräumige Strohbude und er sah von Zeit zu Zeit hinüber, als erwarte er noch Jemand. Endlich, da sein Holzlöffel ihm wahrscheinlich hinreichend gute Brühe zum Munde geführt hatte, stand er auf und ging in die große Bude hinein.

Kaum aber war er darin verschwunden, als ein scheinbarer Schläfer vom nächsten Feuer sich erhob, mit den nackten Füßen geschickt über die Balken hinwegsprang und ein keilartiges Stück Schwarzbrod in den unbedeckt gelassenen Topf stieß, alsdann mit der köstlichen Beute blitzschnell sich hinter die nächsten Getreidesäcke warf und mit