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$t« Brstandtheilr ihm immer mehr Abweichun­gen und Absprünge entdeckt. So beständig je­ne! so wankelttrüthig dieser'. Was der eine mit überhüpfendem Leichtsinne behandelt, gilt der an d e r n die Ruhe des Lebens; Sir Ed- mond stürzt nur dem Vergnügen nach, Mak- vina verlangt nichts als Liebe und Zärtlich­keit; ein augenblicklicher Genuß ist Alles, wo­mit er zufrieden ist; ein ganzes Leben würde i kaum dem Bedürfnisse ihres Herzens genügen. Was nicht zusammen stimmt, wie will daö sich anziehen; und kann man einander lieben, wenn man einander nicht versteht! So dachte Herr Prior. Aber was er nicht bedachte, oder viel­mehr nicht wußte, ist die paradox scheinende, aber noch unbestreitbare Wahrheit, daß di« Lie­be zwar die Tochter der Sympathie, aber auch :dcs Conrrastes ist, und daß sie oft, was die : Natur in ewige Entfernung aus einander zu zie­hen schien, in die engste Bande zusammen schmiegt.

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selten fand Cdmond Gelegenheit, mit Malvina'n allein zu ftyn. Obgleich um vieles