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XXV.

^fta Thränenstrom machte ihrem gepreßten Herzen Lust, so w\t sie sich auf ihrem Zimmer allein sah,. Je Leidenschaftlicher die Sprache fc«r, 'bic Sir Edmond- gegen sie geführt hatte, je weniger -erzieh sie es ihm., haß er sie hätte häücheln'können. Und gefetzt auch, sie wäre nicht gehäuchest, und fei» Benehmen nur die Folge eines unbegreiflichen Leichtsinnes gewesen; wie konnte 'sie einem Mann«, dessen Gefühl nicht Einen Augenblick Stich hielt, je das min­deste Zutrauen schenken? Er hatte ihr jede Mög­lichkeit benommen seinen Beeheurungen zu glau­ben, und vielleicht war bieß im Grunde der bitterste Vorwurf, den sie ihm machte.

Entfernung das fühlte sie lebhaft, und mit dem brennenden Gefühle der Scham konnte allein .einen Einbruch tilgen, der aller Kränkungen ungeachtet, die sie von ihm erfuhr, bey seinem Anblick immer mehr Stärke gewann, und fest entschlossen, ohne weltre Rücksicht auf Mistriß Birtyn's Bitten höchstens in zwey Ta­gen zu Sara'n zu reisen, kehrte sie Abends auf ihr Zimmer zurück.

Ein Brief mit einer Aufschrift von fremder Hand war das Erste, was ihr in die Augen siel. Ein Unbekannter, sagte Frau Tomkms,