fühle, und ob er sich in früheren Jahren so viel Ver­mögen gesammelt habe, um jetzt in seinem hohen Alter gemäcblich leben zu können. Der freimüthige Greis sagte unverhohlen, daß er an Vermögen gar nichts gesammelt habe, daß ihn solches auch gar nicht reue, obschon es ihm jetzt scheine, daß ihm täglich ein Glas Wein gut thun würde, welchen er wegen Armuth entbehren müsse. Der hierüber er­staunte Fürst forderte ihn auf, dießfalls sein Bedürf- niß anzugeben. Pauer bath um nichts mehr, als für jeden Tag ein Seidl, das ist: '/- Maß Wein, was ihm auch alsogleich aus dem Sisenstädter fürst­lichen Schloßkeller angewiesen wurde. Sein noch übriges wenige Geld verwendete Pauer dazu, ein kleines Geberbuch, wovon er selbst der Verfasser war, drucken zu lassen, welches er dann unter seine ehemaligen Pfarrkinder vertheilte. Seine letzten Tage verlebte der ehrwürdige fromme Greis iu dem Fran­ziskaner-Kloster, ebenfalls in Eisenstadt. Dort legre er sein müdes Haupt zur Ruhe, und starb. Kein Stein bewahrt an seinem Grabe seinen Namen der Nachwelt auf, aber sein Andenken wird in Thun- dolskirchen stets im Segen seyn. Die durch ihn er­baute Kirche wird seinen Namen nicht vergessen las­sen, und was er noch sonst mir frommen Seelen­eifer wirkte, wird bei den Enkeln seiner Pfarrkinder noch lange ein Gegenstand erbaulicher Erzählungen seyn. Zur linken Seite des Haupteinganges in die Bergkirche sagt ein Grabstein, den er seinem Vater errichten ließ, daß er diesen eben sv lange, als die-