ich gehe hin, daß ich ihn aufwecke. Er gedachte des Freundes ohne Unterlaß) die Liebe trieb ihn, hin zu ihm zu eilen- Nichts werde ihn daran hindern. Wenn sie Bedenken trügen, ihm zu folgen, giebt er ihnen zu verstehen, so möchten sie bleiben; er wolle sie nicht zwingen, ich aber, sagte er, gehe hin.

O! der überschwenglichen Liebe des Heilan­des, wie rührend erscheint sie uns auch hier! Mit gleicher Liebe gedenkt er aber auch jetzt noch immer der Seinen, ja gedenkt er selbst der größe- sten Sünder; mit gleichem Eifer ist er bemüht, ihnen zu Hülfe zu kommen, sie aufzuwecken vom geistlichen Schlafe, sie zu sich selbst zu bringen, sie zu erleuchten mit dem Lichte himmlischer Wahr­heit und sie durch seine Erkenntniß und die Er- kenntniß dessen, der ihn gesandt hat zum ewigen Leben zu führen.

Die Jünger ergriffen schnell das Wort Jesu: Lazarus schläft'; denn es bot ihnen, nach ihrer Meinung, einen neuen Anlaß dar, ihn von sei­nem Vorhaben abzumahnen. Herr, sprechen sie, schläft er, so wird es besser mit ibm.