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2. Stiller Abschied.
Du sahst es nicht, der Seele stilles Werben, Die, leichtgefesselt, treulich wollte halten; — Beständig scheiden freundliche Gestalten,
Und wieder muß ein junger Keim ersterben.
Des unbeseßnen Gutes lieben Erben Bald seh ich wohl dich traut im Arme halten Und lächelnd von mir fordern, daß die Falten Ich glätte, — weil sie das Gesicht verderben.
Der niemals darf in Ruh der Liebe rasten,
Wirf einen Schleier über diese Wunden,
Wirf eine Decke über diese Lasten!
Und nun, mein Schiff, die Segel aufgebnnden! Mein Lebensschiff, hinaus mit neuen Masten!
Ob mir im Sturme mag die Brust gesunden!

