- 85

(Ten Piinschnaps übemidicni'.)

Nehmt dieß Gefäß, Ihr, morgen Fran lind MalUt, gebraucht es wohl, doch jetzo hörr mich an.

Rund ist das Ding, wie unsre Mutter Erde, auf der wir nur in Ungewißheit stehn; sein Deckel schließt und birgt das nächste Werde; wer weiß es denn, was künftig mag geschehn?

Sein Umfang ist mit Sternen, blank und matt, doch unter ihm ist noch der Boden glatt.

Ein Jeder wohl ist seines Glückes Brauer, so weit es ihm erlaubt die große Welt;

Die brauet süß, Der bitter, Jener sauer, je, wie man mengt und das Gebräude stellt.

Doch giebt es für die Mischung eine Mitte, ein Grundgesetz hat jede wahre Kunst, und übergeht man dieß um wen'ge Schritte, dann bringt man sich um Glück und Kennergunst. Dieß Näpflein da dien' Euch zur Brauerei, ein ächtes Bild vom ehelichen Leben, gestattet Jhr's, so will zu dem Gebräu ich jetzo Euch die kurze Vorschrift geben.

Vier Dinge sind's, die Ihr bedürft,

wollt Ihr Euch an dem Lebensrrank erquicken,

der, wenn man ihn nur mäßig schliirfr,