lein auf Dich laden. Ach! auf eine solche Erfahrung war ich nicht gefaßt, bitter ist sie, aber zur Lehre und Warnung kann sie dienen. Beruhige meine Eltern, sie ängstigen sich um mich! Ach, nur Freude wollt' ich ihnen als Deine Gattin machen! Recht traurig bin ich, Jojakim . . ."
Der kluge und scharfsehende Daniel merkte es bei seinen wiederholten Besuchen wohl, daß er nicht mit der gewohnten, offenen Freundlichkeit in Hophni's Hause behandelt wurde. Nur eine kurze Zeit verweilte Susanns im Zimmer, wenn er kam und war verlegen, wenn er mit ihr sprach. Er fand es nicht für gut, darnach zu fragen, warum man sich so sonderbar gegen ihn betrug, da er keiner Rechtfertigung zu bedürfen glaubte, die er von der Zukunft erwartete. Beim Weggehen sagte er einst: ,,Die Tugend wird verkannt, die Bosheit siegt, doch nur auf eine Weile. Da kann ich nicht mehr seyn, wo mir das achtungsvolle Vertrauen nicht begegnet. Bedürft ihr meiner Dienste,

