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Nun, da Daniel unser Haus meidet, in dem ihm, meines Wissens, doch kein Leid geschah, sagt's Einer dem Andern, daß Du mit ihm im vertrauten Umgänge leb­test, den das Gesetz der Religion und die' Pflicht verbietet. Wie willst Du Dich rechtfertigen? Befleckt ist nur zu leicht des Weibes Ehre und es hält schwer, sie wie­der rein zu waschen. Und leide ich nicht auch durch den Verdacht, der Dich trifft? Für einen E'nfaltigen muß ich wenigstens gelten, der sich in dummer Gutmüthigkeit so betrügen ließ. Oft hat mir's so ge­schienen, daß Daniel zu traulich und zu freundlich mit Dir war und Du, Du warst es auch."

Che Jojakim seine Rede geendet hatte, rollte schon ein Strom von Thränen ihre Wange herab. Hophni sagte zu ihm:

,,Glaubst Du der Verleumdung mehr, als der Tugend Deines Weibes? Willst Du Dich auch zu den Lästerern gesellen? Es ist des Mannes Pflicht, die Unschuld sei­ner Gattin zu beschützen, wenn sie schand-