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Das Gerücht von Susannen war bald LM allgemein bekanntes und man wun­derte sich, daß die Richter, da schon meh­rere Lage verflossen waren, keine Anstal­ten zur Verurtheilung Susanna's trafen. Käme die ungestraft davon," so. hieß es hie und dort, ,,so wäre es ein Beweis, daß man heidnische Laster unter uns be­günstigt und daß die Richter, die die böse That entdeckten, sie nicht strafen wollen. Die Meisten glaubten unbezweifelt an die Wahrheit des Verbrechens, nur Wenige waren ungewiß, was sie davon denken sollten, und die Wenigsten nannten im Stillen Susannen unschuldig. Zu diesen gehörte auch Daniel. Er schwieg, beob­achtete im Stillen, welchen Gang die Sache nehmen werde. Hcrvortreten wollte er nicht, um den Richtern nicht die Waffe gegen sich in die Hand zu geben, als ob er rachsüchtig gegen sie handle, und den Verdacht nicht von neuem zu veranlassen» als ob er für Susannen verbotene Liebe fühle und der Jüngling selber sey, den