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emzuziehen und sie nach der Strenge des Gesetzes zu bestrafen. Daniel aber entgegnet?: er wolle sie erst ihres Verbrechens überführen, die Bösewichte zum Geständnis der Verleumdung bringen, mit der sie auch Verdacht gegen seinen Umgang mit Susannen erweckt hatten, dann sollten sie die Strafe büßen, die sie an der fälschlich Angeklagten vollstrccken wollten. Der König übergab die Sache Daniels Händen.
Die Sonne erhob sich immer höher am Himmel, die Stunde nahte, wo Su- sanna den Gang zum Tode antreten sollte. Kein Zeichen zu ihrer Rettung ließ sich sehen. Eine unglaubliche Angst hatte sich ihrer bemächtigt. Im Kerker glaubte sie zu sterben. Kraftlos sank sie auf ihre Knie und flehte zu Gott, daß er ihr die große Noth überwinden hülfe. Schon hörte sie das Getöse der fühllvsen Neugierigen, die sich um das Gefäugniß versammelten. Im Geiste schaute sie die Höhe, die sie mit gebundenen Händen be-

