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Die Geschichtemein es Lebens.

Ich bin in einem kleinen, italienischen Fischerdorfe ge­boren. Meine ersten Erinnerungen knüpfen sich an das Meer. Ich weiß, daß ich oft am Meere spielte und bunte Muscheln suchte, während meine Mutter nicht weit davon saß und Netze strickte. Sie war noch sehr jung und schön, wenigstens sagten das die Nachbarn, aber fie war immer sehr traurig und weinte oft. Wenn ich recht schöne Mu­scheln gesunden hatte, lief ich zu ihr hin, sie ihr zu bringen und dann küßte fie mich und nannte mich ihr liebes, süßes Kind. Ich verlebte frohe, glückliche Tage. Wir bewohn­ten ein Häuschen am Ende des Dorfes. Vor demselben lag ein Garten, welchen meine Mutter eifrig Pflegte. Einst an einem heitern Abend saß sie arbeitend in demselben, während ich vor der Gartenthür stand. Da kam eine meiner kleinen Gespielinnen gesprungen und erzählte mir freudig, daß ihr Vater weit über das Meer wieder zu ihnen gekommen sei, und ihr die schönsten Sachen mitgebracht habe.Dein Vater?" fragte ich verwundert.Wenn mir doch mein Vater auch so etwas Schönes mitbrächte!" Kommt denn Dein Vater auch bald wieder?" fragte die Kleine. Ich stand einen Angenblick nachsinnend; da ich mich aber nicht erinnerte, je meinen Vater gesehen zu haben, so lief ich schnell zu der Mutter und mich vor ihr nieder­werfend, und meine Hände in ihren Schooß legend, rief ich aus:Ach, liebe Mutter, kommt denn der Vater nicht