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drückte, sagte er mit leiser, aber fester Stimme:Nein, Wanda, eher will ich den Fluch der Mutter tragen, als Dich verlassen." Darauf ritt er allein fort, um sich in der Einsamkeit der Natur wieder zu sammeln und sein er­regtes Gemüth zu besänftigen. Es wurde Mittag und er kehrte nicht zurück; der Abend dämmerte bereits und Fer­nando war noch nicht zu erspähen. Da sandte der alte Graf nach allen Richtungen Diener aus, seinen Sohn zu suchen. Ich flog ihnen auf dem schnellsten Renner mit einer Fackel voran, denn ich kannte ja die Lieblingswege des jungen Grafen. Eine Stunde suchten wir umsonst da entdeckte ich den Mantel Fernando's; ich rief die Diener herbei und bald wurde uns die schreckliche Gewißheit, daß Fernando in Gedanken vertieft, seinem Pferde die Zügel überlassen, dies sich dem Abgrunde zu weit genähert habe und mit einem abgelösten Felsstücke zugleich in die uner­meßliche Tiefe herabgestürzt war. Die Verzweiflung der Eltern, besonders der Gräfin, kannte keine Gränzen; mir wurde geboten, gleich das Schloß zu verlassen, was ich ohne­hin gethan hätte. So stand ich denn wieder allein in der Welt, ohne ein liebreiches Wesen, das mich in meinem Kummer getröstet hätte: wie schrecklich war dieser Fall von der höchsten Seligkeit zu dem Gefühle der tiefsten Ver­lassenheit!

Ich wollte nun mein Heimathsdörfchen wieder auf­suchen, denn eine heftige Sehnsucht zog mich dahin, wo das Grab meiner Mutter war. Aber wie sollte ich die weite