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bach? ich sehe Sie'heute zum ersten Male." Ich erwiderte, daß ich erst wenige Tage hier sei, und er unterhielt mich nun, indem er mir die Merkwürdigkeiten der Stadt nannte und mir die sehenswerthesten empfahl. „Denken Sie nur," sagte er dann zu Frau von Lindau, „Monsieur deBeaujois ist wieder hier und mit Fräulein von Grünheim engagirt!" Frau von Lindau lächelte und sagte: „Fräulein Therese scheint mir in allen Dingen so auch in der Liebe sehr veränderlich zu sein." In diesem Augenblick aber kam Therese am Arm des eben genannten Franzosen an uns vorbei. Sie bemerkte Herrn von Steineck an meiner Seite und ein Ausdruck des Erstaunens flog über ihr Gesicht. Dann aber, mich vornehm grüßend, neigte sie sich zu dem Ersteren, indem sie sagte: „Mon Dieu, hier find Sie, Herr Graf! Sie hatten mich so plötzlich verlassen und ich erwartete wahrlich nicht, Sie an einem so unscheinbaren Platze wieder zu finden." Ich merkte sogleich, daß diese Anspielung nicht unserem Platze, welcher allerdings in einer Ecke des Saales lag, sondern mir galt, und diese Bosheit fuhr mir wie ein Messerstich in's Herz. Ich hatte Therese wohl für leichtsinnig, aber nicht für boshaft gehalten. Herr von Steineck jedoch erwiderte lächelnd; „O, dieser Platz ward mir durch die Gegenwart eines Engels in ein Paradies verwandelt." Ich war durch diese Antwort nur noch verlegener geworden und daher sehr froh, als der Tanz begann und Therese, indem fie ihrem Begleiter lachend etwas zuflüsterte, sich entfernte. Ich vergaß einigermaßen meinen Schmerz, als ich

