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Stimmen strömten zu dem Allmächtigen empor, und Rosa schickte ihr Herz auf den schwellenden Tönen hinauf zu dem Throne Gottes und legte es demüthig an demselben nieder.

Andächtig lauschte sie der schönen, ergreifenden Pre­digt- da bemerkte sie plötzlich eine dunkele Gestalt an einen Pfeiler gelehnt; sie bebte zusammen denn es war Nordeck. Ihre Aufmerksamkeit war nun dahin; so sehr sie sich auch bemühte, sie zu fesseln, immer schweiften ihre Gedanken in weite Fernen. Als der Gottesdienst beendet war, verlor sich Nordeck in dem Gedränge der Menschen, und auch Rosa verliest die Kirche. Kaum aber war sie einige Schritte ge­gangen, als sie sich von Nordeck eingeholt sah, welcher, indem er sie freundlich grüßte, sagte:Erlauben Sie, Fräu­lein von Reichenbach, daß ich Sie begleite, unser Weg ist derselbe 1"

Waren Sie auch in der Kirche?" fragte er, nachdem ihm seine Bitte bewilligt war.

Rosa bejahte es.

Nun, wie hat Ihnen die Predigt gefallen?"

Sie war sehr schön, ich habe selten eine ähnliche gehört."

Da find Sie ganz meiner Meinung," entgegnete Nordeck,sie war so tief, so inhaltsvoll und doch wieder so klar und verständlich."

Ich glaube, daß heute auch nicht ein Herz ungetröstet den Tempel Gottes verlassen hat," sagte Rosa,denn wer