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grau von Grünheim war hier gewesen" dies war die erste Neuigkeit, die sie von derselben erhielt;wir werden heute Abend mit ihr in das Schauspiel fahren, es wird Wilhelm Tell gegeben," setzte sie hinzu.

Rosa's Augen glänzten vor Freude, nun das größte Werk des deutschen Dichters auf der Bühne sehen zu sollen, doch wünschte sie heimlich diesen Genuß in anderer Gesell­schaft haben zu können.

Fahren wir mit der Generalin allein?" fragte sie, als die erste Freude vorüber war.

Kind, wo denkst Du hin," entgegnete die Tante la­chend.Nein, Therese und ihr Bruder, der erst gestern aus Paris zurückgekehrt ist, werden uns begleiten."

Am Abend fuhr nun Frau von Reichenbach mit ihrer Nichte zu der Generalin, um sich dort mit der übrigen Ge­sellschaft zu vereinigen. Hier wurde Rosa Arthur'n von Grünheim und Melanie'n von Rosann, einer Cousine The-' resens, die mit Arthur nach Deutschland gekommen war, um hier bei ihrer Tante einige Monate zu bleiben, vorgestellt. Der erstere war ein junger Mann, ebenso oberssächlich ge­bildet wie seine Schwester, der aber eine gewisse Gutmüthig- keit besaß, die dieser ganz fehlte. Die letztere war eine kleine, sehr lebhafte und zuweilen auch witzige, junge Dame.

Frau von Reichenbach, Rosa und Arthur fuhren in dem Wagen der ersteren und die Andern in Begleitung des Herrn von Beaujoi's in dem der Generalin nach dem Theater. Rosa war wirklich erstaunt über die Großartigkeit und Pracht,