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beschäftigt, bemerkte sie es nicht, daß Jemand sie grüßte, und wurde erst aufmerksam, als der Gruß wiederholt wurde und Nordeck's Stimme sie anredete: „Haben Sie auch den schönen Abend in der freien Natur zugebracht?"
Erröthend blickte Rosa auf und sagte nach einer Pause: „Ja zum ersten Male, seitdem ich hier bin, habe ich mich vor das Thor gewagt und dort zu meiner großen Freude meinen Lieblingsplatz, den ich in B. verlassen mußte, wiedergefunden."
„Ja, diese Gegend ist unstreitig die schönste in der Nähe der Stadt," erwiderte Nordeck, „ich liebe sie sehr und besuche sie täglich."
„Ach," rief Rosa aus, „ich möchte auch wohl recht oft hinausgehen vor das Thor, möchte über Felder und Berge und weiter in unbekannte Fernen schweifen, dann würde ich mich erst ganz glücklich fühlen."
„O, auch ich liebe die Natur," sagte Nordeck, „bin ich doch in ihr auferzogen, und hat man mich früh gelehrt, ihre Schönheiten zu erkennen und zu verstehen." So sprachen sie noch weiter, indem sie durch die dunklen Straßen gingen und Nordeck's Ausruf: „Hier sind wir schon! Sie sind vor Ihrem Hause vorübergegangen, liebes Fräulein," — deutete an, daß ihnen beiden der Weg zu kurz geworden und sie sich zu bald für ihre Wünsche trennen mußten. Rosa blickte einen Augenblick sinnend nieder und sagte dann schnell, indem sie erröthete: „Herr Nordeck, darf meine Tante hoffen, daß Sie uns morgen die Ehre Ihrer Gegenwart schenken wer-
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