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Fenstern angebracht hat. Hie und da gibt es in Ostindien Hospitäler für Thiere, wo lahme und sonst kranke Äffen gepflegt werden, aber auch selbst gesunde können, wenn es anders ihnen gefällt, dort bleiben. Zweimal wöchentlich versammeln sich in Am ad ab ad, der Hauptstadt des ehemaligen Guguratte, die Affen aus der Nachbarschaft, auf den Strassen , und steigen auf die platten Dächer der Häuser, wo sie sich wahrend der Tagshitze ausstrecken. Die Einwohner sind sehr besorgt, daß diese Thiere Reiß, Hirse, Obst u. s w. auf den Dächern in hinlänglichem Vorrath finden. Wird dieß etwa einmal unterlassen, so werden die Herren Affen wüthend, decken die Dächer ab, und verwüsten, so viel ihnen möglich ist. Man sieht also, die Herren wissen, was^es mit Observanz (Herkommen ) für erne Bewandtuifi hat, so gut, als wären sie in Teutsch. land gewesen. Als, nach der Entdeckung des Wasserwegs vach Ostindien, die Portugiesen die Insel Ceilon eroberten und ausplünderken, fanden sie in einem der Tempel, die einem Affen geweiht waren, ein kleines goldenes Kästchen, »n welchem sich ein Affenzahn befand. Dieser heilige Zahn stand in so großem Ansehen, daß man 700,000 Ducaten bot, falls man denselben wiedergeben wollte. Der portugiesische Vicekönig, um den Aberglauben der Eingebornen zu vernichten, befahl den Zahn zu verbrennen. Drei Jahre darauf fand ein Mensch einen ähnlichen Zahn, gab vor, daß er den rechten Zahn wieder erhalten hatte, und die Priester gaben ihm mit großem Ver- gnügen 60,000 Thaler dafür.
Man theilt die Affen in drei Klassen;
1) in eigentliche Affen. Diese haben keinen Schwanz; können leicht aufrecht auf zwei Beinen gehen, wie die Menschen , und stützen sich auch wie diese an einem Baum- zwelge, statt des StockeS; der Hintere ist fleljchig, die Beine haben einige Waden, und Hände und Füße mit den menschlichen viel Aehnlichkeit. Sie sind im Nachahmen geschickter, als d«e übrigen Affenarren, und ziemlich sanftmüthig.
n) Die Paviane haben kurze Schwänze; gehen auf allen Vieren, und nur, wenn sie es künstlich erlernt

