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sind die Halswirbelbeine kürzer, die Backenbeine schmäler, dre Augenhölen tiefer, und manche innere Gefäße ganz anders. Merkwürdig ist es, daß das Thier die nämlichen Sprachwerkzeuge haben soll *) , wie der Mensch» auch den nämlichen Bau des Gehirns, und doch stumm und vernunfllos ist.
Was von den Pongos oder größer« Orangutangs verschiedene Relsebeschreiber erzählen, ist außerordentlich genug. Ich will meinen Lesern die Wahl lassen, so viel davon zu glauben, als ihnen vernünftig scheint. Alles wird man indessen wohl nicht abläugnen können; es ist nicht alles darum erdichtet, und ein Mährchen, weil es mährchenhaft und wunderbar klingt.
Zn Niederguinea Hallen sie sich in den dicksten Wäldern auf den höchsten Bäumen auf, und wissen, wenn *sie verfolgt werden, sehr gut, von Baum auf Baum sich zu fluchten. Die Neger rödten sie nicht, sondern verkaufen sie lieber an die Europäer; sie fangen sie dadurch, daß sie Früchte an den Fuß der Bäume legen, und Schlingen darunter verbergen. Ein Reisender (Bat tel) hat versichert, die Wohnungen derselben beständen aus Baum- zweigen, die sie so geschickt in einander geflochten hatten, daß sie gegen dre Sonne hinlänglich geschützt wären. Machen die Neger ein Feuer im Walde an, so setzen sich die Pongos rund um dasselbe herum, und thun sich an der Wärme gütlich; doch hat man nie wahrgenommen, daß sie klug genug gewesen wären, Holz nachzulegen, um das Feuer zu unterhalten.
Ist ein Neger so unglücklich , allein durch einen Wald zu reisen, und die Pongos entdecken ihn, so wird er von ihnen angefallen und tüchtig .zerbläuet, wo nichr gar tobt geschlagen. Sie sollen sogar die Elephan- ren nut Stöcken angreifen, und aus ihrem Bezirke ver- jagen.
Zur Heckzert sollen die Männchen die Zungen den Müttern überlassen; und nur diese Zungen könne man zähmen, da die Erwachsenen es wohl yür zehn Menschen aufnähmen. Die Mütter tragen dieselben aufrecht, und
*) Welches jedoch Hr. Camper nach seinen anatomische» Lrfahiuiiyen laugnet.

