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Den Trab des Thiers konnte Golberry nur eine Viertelstunde ausstehen. und war den ganzen Tag wie zerbrochen in allen seinen Gliedern, ja er bekam Anfälle vom Fieber. Gleichwohl machen Mauren und Araber, zwei und zwei auf einem Threre sitzend, in diesem Trabe täglich 60 und 7o Meilen (also über 30 teutsche), und setzen das im Nothfall vier und fünf Tage fort, so daß sie also zwischen sich, und denen, die sie geplündert haben, einen Raum von mehr als «00 Meilen zurücklegen.
Die ewigen Streitigkeiten, in welchen die maurischen Stämme unter einander leben, geben zu häufigen Treffen Anlaß, die gewöhnlich durch die Dromedarreite- rei entschieden werden. Diese Reiterei macht eine Art Reservekorps aus, und greift nur dann an, wenn der Sieg völlig soll entschieden werden. Die Mauren behaupten, daß in solchen Treffen dieses Thier grosse Herzhaftigkeit beweise, wüthend auf die feindlichen Dromedare zustür- ze, sie mit dem Kopfe stosse, beisse, große Stücken Fleisch herausreiste, und seinem Zorne alsdann durch Nichts Einhalt thun laste.
Der Galopp des Dromedars soll sich leicht auShal- ten lasten, und das Thier denselben nicht über eine, höchstens zwei Tagereisen aushalten. Die Mauren behaupten, in 20 Stunden hundert Meilen zurücklegen zu können, *) aber sie reiten auch nur nach einer verlornen Schlacht Galopp. Nach Lostündiger Anstrengung ruht dann das Thier vier Stunden, und bekommt jene Hirsen-und Gummikugeln.. Läßt sich etwa vermuthen, daß sie werden galoppiren müssen, so bereiten sie die Kameele ewige Tage durch gutes Futter darauf vor.
Der Dromedar der Mauren hat eine braune, oder dunkelrothe oder aschgraue Farbe. Ist er vier biö fünf Jahr alt, so fängt man an ihn zu gebrauchen, aber mit vieler Schonung. Erft im achten Zahre glaubt man, daß er seine völlige Stärke habe. Der gewöhnliche
f reis eines Dromedars war vor 17 Zähren etwa 60 Haler in Maaren. Häufig betrügen die Mauren den
*) Man muß aber wissen, daß die Mauren gern prahlen und aufschneiden.

