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kühner Wolf, welcher ein Kameel wahrend des Schlafe- überrascht, ist hinlänglich, dieß große Thier zu tobten, rndem er dessen Schnauze auf die Erde halt, und das Arhemholen unterdrückt. Die Kalmücken beweisen ihre Achtung gegen dieses Thier dadurch,^daß ste an demHal- se desselben einige Gebetformeln im Sack genaht befestigen , um es, wie sie meinen, gegen Unheil zu bewahren.
Die Zärtlichkeit der Weibchen gegen ihre jungen geht über alle Beschreibung. Hat sich das Zunge von ihnen getrennt, dann laufen sie ängstlich umher, rufen mit kläglicher Stimme, und ruhen Nicht eher, blS sie das Verlorene gefunden haben. Verlieren sie durch den Tod ihre Zungen, dann hört man viele Tage und Nächte hindurch nichts als Klagen, dieser jammernden Mütter , die selbst Thranenströme über den erlittenen Verlust vergies- sen. Die Kalmücken brauchen ihre Kameele ausser zum Leiten und Lasttragen, noch zum Wagenz^herr, obgleich selten, indem die Wagen überhaupt bei ihnen nicht gewöhnlich sind. Der Gang des KameelS ist eine schwankende Bewegung von vorn nach hinten. Der leichte Ka- meeltrott ist erträglich, aber daS schnelle Traben erschüttert den ganzen Körper. Zm Freyen sieht man sie bisweilen galoppiren, und so, daß, wenn sie diese Bewegung einige Zeit fortsetzen wollten, der beste Renner ihnen nicht gleich käme. Wenn sie niederknieen, um beladen zu werden, bewegt man den Strick, der durch das Nasenbein gezogen »st, nach unten. Sollen sie aufstehen, so zieht man den Strick bloß in die H^he. Auf einem Zuge sind oft 10 bis 15 Kameele, er ns hinter dem andern gebunden, während das erste von einem Kalmücken oder einer Kalmückin fortgezvgen wird. Um die Kameele auf- zumuntern, rufen die Kalmücken Chatsch! Chatsch! Um ihren Gang von einer Anhöhe zurück zu halten, ruft man cha! cha! DaS Nlederkrziee^ und Äusstehen ge, schleht mit regelmäßiger Trägheit. '^Dotlen sie beladen werden, so dient em queer zwischen de»,' Füssen ausge- brertetes Seil zum Festschnüren der aufzupackenden Sachen. Ueber den Rücken werden erst dazu eingerichtete Filze, oder auch gewöhnliche Hüttendecken ausgebreüer, und dann das zusammengelegte Holzwerk der Zelthükten, durch festgeschlungene Knoten, welche die Kalmücken aus

