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Zn einer Stadt Hindostans pflegte eine GartnerS- frau, die auf dem Markte saß, einem Elephanten, der mir den andern zur Tränke vorbeigeführt wurde, gewöhn­lich eine Hand voll Küchenkräuter zu geben. Einmal riß sich das Thier los, und jagte alle Leute vom Markt weg. Auch di/ Gärtnerin ergriff vor Angst die Flucht, aber in der Verwirrung vergaß sie ihr Kind mitzuneh­men. Alle Welt glaubte, der Elephant iverde das zurück- gelaffene Kleine tödten; aber selbst jetzt erkannte das Thier noch den Platz, wo es° Wohlthaten empfangen hatte; gleichsam selbst fürchtend wegen der Beschädigung deS Kindes durch seine Wuth, hob es dasselbe mir dem Rüs­sel in dre Höhe, setzte es auf das Dach einer Krambude, uud lief fort.

So wurde ein Elephant durch die Wunden wüthend, die er in einer Schlacht erhalten hatte, und llef rmt fürchterlichem Brüllen queerfeld ein. Ein verwundeter Soldat lag in seinem Wege, der aber zu entkräftet war, als daß er sich hätte retten können, wiewohl er seine Ge­fahr auS dem Geschrei seiner Kameraden errieth. Der Elephant schien erschrocken, daß ek. mit den Füssen auf den Verwundeten treten sollte er hob ihn behutsam mit seinem Rüssel in die Höhe, legte ihn auf die Seite^ und rannte fort.

Man fleht aus Verschiedenen, waS im Vorigen er­zählt ist, wie gut der Elephant seinen Wohlthäter kennt, r Man erfleht es auch auS folgender Begebenheit, die.Hr.

M o n t m r r a i l (ehemals Präsident der Akademie in Pa­ris) erzählt. Ein Soldat in Pondichery pflegte jedes­mal, wenn er seinen Sold bekam, einem Elephanten ei­ne gewisse Quantität Arak zu schenken. An einem fei- , ner Löhnungstage aber hatte sich der Soldat auch bedacht, und sich betrunken. Die Wache wollte denselben in Ar­rest bringen, allein er flüchtete zum Elephanten, unter dem er einschlref. Es war umsonst , daß sich die Wache seiner zu bemächtigen suchte; per Elephant' vertheidlgte \ ihn nur feinem Rüssel. Am andern Morgen bemerkte