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aber durch keinerlei Art nach den gehörigen Graden ge­steigerter Wärme die Strausseneier ausbrüten können, welche von den Straussen der Menagerie zu Versailles waren gelegt worden.

Wenn auch die Straussen nicht überall ihre Eier so besonders sorgfältig bebrüten sollten, so ist doch wohl gewiß genug, daß sie dieselben desto sorgfältiger bewahren, und so verläugnet sich auch bei ihnen die mächtigste Liebe in der Natur' nicht, die Liebe ju den jungen Nachkom­men. Schon alte Schriftsteller erzählen die Sage, daß der Strauß seme Eier mit den Augen ausbrüte, welches doch wohl ohne Zweifel von der Sorgfalt zu verstehen ist, mit der er dieselben beobachtet und hüthet.

Barrow gibt die Merkmale an, an welchen die Hottentotten Strausseneier in der Nähe vermutheten. Daran nämlich, wenn die Straussen schnell auf den Ebe­nen hinliefen, und ihr schwarzes und wersseS Gesieder rm Winde wehen liessen; (eS mag wahrscheinlich wohl eine besondere Art des Laufs gewesen seyn) besonders aber daran, daß sic sich um die Stelle, von welcher sie auf- fuhren, einigemal im Kreise herumdreheten.

Le Vaillant fand in einem Straussenneste eilk noch warme Eier und vier andre Eier, zwei biS drei Fuß weit von dem Neste. Die Zungen darin waren schon völlig auSgebildkt. Varl laut nimmt eS , zumal da eS sich hinterher mehrmals bestätigte, als ganz ge­wiß an, daß der Strauß ausser den Eiern, die er bebrü­tet , jedeSmal eine gewisse Anzahl in den Sand legt, die aber nicht ausgebrütet werden sollen, sondern viel» mehr sich frisch erhalten, und von der sorgsamen Mutter zur ersten Nahrung der Zungen angewender werden. Nach­mals fand er auf seiner Zagd ein Nest von I8 Eiern und dreizehn Eier um daS Nest her, wovon jedes einzeln in eurer einzelnen kleinen Höhlung lag. Bei genauerer Un­tersuchung fand er neun Stück dieser Eier, viel kleiner alS alle übrigen. Es fanden sich, wie er versteckt ur einem Gebüsche beobachtete, nach und nach 3 Weib­chen zum Brüten bei dem Neste ein. Eins..der Weibchen hatte etwa eine Viertelstunde gebrütet, als sich ein an­dres neben dasselbe setzte, und gegen Sonnenuntergang kain auch ein Männchen, um brüten zu helfen.