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Männchen pfiff sein gewöhnliches Leibstückchen, und zeigte dabei seiner Frau, wie das erstemal, ein bequemes Plätzchen, wo sie ein neueS Nest hinbauen sollte. Sie nahm's zu Herzen, und fing am «Lten auss neue in aller Geschwindigkeit zu bauen an. Den »-/ten, mithm in dritthalb Tagen, war ein frisches, stattliches Wochenbette schon wieder fertig. Und, wer sollte es glauben, gleich den folgenden Tag darauf legte das fruchtbare Mütterchen ihr erstes Ei hinein; am 2isten waren ihrer viere. *) Dießmal war der Naturforscher mitleidiger; er ließ den Leitern Eier und Nest, Kinder und Wiege. Das Zeisigweibchen machte wieder die getreue Mutter, schützte auf alle mögliche Art ihre Eier, indem sie; unausgesetzt auf denselben bis zum 4 ten May saß. Sie beobachtete während dieser Zeit die Sitte der Italienerinnen , denen die Männer vom Markte die Victualien zutragen. Den äten May erschienen Herr und Frau wieder das erstemal in Gesellschaft beim Frühstücke. AlS sich ihnen der Naturforscher näherte, schrieen sie beide ganz leise, das sie doch sonst nie thaten; es war nicht recht zu unterscheiden, ob es Töne der Freude oder der Besorgniß waren. Das Letztere mag'es wohl gewesen seyn; denn es veroffenbarte sich, daß die kleine Familie kein anständiges Futter hatte. Dem Uebel ward mit Fliegen abgeholfen, auch mit Spinngeweben, Würmern, Maykäfern. Mit diesen Leckerbissen ernährten die Alten ihre Zungen, bis sie 12 Tuge erlebt hatten; von nun an nahmen sie mit der gemeinen Hanfkoft vorlreb. Acht Tage fütterte noch die Mutter ihre Kleinen allein. Nach dem 8 ten Tage versah diesen Dienst auch der Vater. **) Den ganzen Tag hindurch war dieß das Hauptgeschäft der Aeltern.
Eilf Tage waren die Vögelchen alt, als daS Zeisigweibchen wieder neue Zurüstungen zum dritten Wo-
*) Man hat bei mebrern Vögeln bemerkt, daß sie gleich» fam mit einer Art Willkühr mehr oder weniger Eier legen können.
**) Muttrrhand ist immer linder und weicher; und wir wrrden alle zuerst von der Mnttr.rliebr gepflegt.

