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ve; eben so viel Tage erfordert dre Entwickelung der Nymphe zu einer Fliege in der Puppe. Doch nurddurch den Mangel an Wärme das Auskriechen der Fliege ver­spätet. Puppen, die man in einen Keller gesetzt hatte, kamen erst am 2,ten oder 22ten Tag hervor. (Eben so findet man es bei den Puopen der Raupen Eine Er­scheinung, die zum Thei! aus dem Reih der Wärme auf alles Leben, und hier insbesondere aus der, vermittelst derselben vermehrten Ausdünstung sich einigermassen er­kläret! läßt.

Em oder zwei Tage vorher, ehe die Fliege aus­kriecht, findet man sie in der Puppe auf eine sehr künst­liche Welse eingepackt. Augen, Fuhlkölbchen, Rüssel, Brust, Leib und Füsse sind völlig auSgebildet. Das innere Rymphenhaulchen sitzt an der Fliege nicht mehr fest, son­dern ist von ihr abgesondert, wiewohl sie »n der That noch davon umgeben ist. Zwischen diesem Häutchen und der Fliege ist eine wasserhelle Feuchtigkeit, in welcher die Fliege schwimmt, und die auf einen Druck mit dem Fin­ger hervorkommr.

Sonderbar ist die Eröffnung der Puppenhülle durch die eingesperrte Fliege. Dieses Thier har keine Zähne, noch sonst ein andres Werkzeug, die Hülle zu zernagen, wie es bei verschiedenen Insekten der Fall »st. Dagegen kann die Fliege ihren Kopf aufblasen und zusammenzie­hen , und sprengt vermittelst dieser Abwechselung der Be­wegungen die Hülle entzwei. Sobald man einer zwölf- oder dreizehntägigen Puppe die oberste Kappe wegnimmt, und die Fliege sich von der äussern Luft berührt fühlt, so treibt sie den vorher spitz zulaufenden Kopf wie eine Bla­se in die Höhe, und entdeckt auf diese Weise daS Geheim- niß, wie sie sich aus ihrem Gefängnrß befreyet. Durch diese Stoffe deS aufgeblasenen Kopfs wird die vorderste Kappe der Puppenhülle in zwei Theile gespalten, und eiuer dieser Theile, nämlich die unterste Hälfte zu­weilen aber auch die obere fällt ab.

Nach dem ersten Stoß mit der Kopfblase erfolgen viel heftigere Bewegungen desselben. Bald scheint er bis zum Zerplatzen aufgeblasen, bald zieht er sich zusammen, ja die Blase verliert sich gänzlich , weil sie, wie ein Beu­tel, den man umwender, sich in sich selbst zurückziehr.