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Die erste Art gfeicht an Bau und Gruße den Thier- chen, welche man rm Käse findet. Sie gehen an dem Körper und den -Müssen der Fliegen auf und ab, und zwar ganz langsam. Mir einem kleinen Pinsel kann man sie ganz bequem wegnehmen, auf ein Marienglas bringen, und mit einem ander» zudecken, ehe sie über den Rand desselben hlnauSkommen können.

Die zweite Art ist beinahe eben so groß, wie die er­ste. Ihr Schnäutzchen allein ist etwas langer und sub­tiler. Sie fallen ein wenig ins Röthliche, und find des­wegen weniger durchsichtig. Gewöhnlich sind sie unter der Brust der Fliege an den Wurzeln der Beme versteckt, und bleiben da oft stundenlang unbeweglich. Wahr­scheinlich «st dieses die Lage, in der sie Blut aus der Fliege saugen; denn da jeder andere Theil des Fliegen- körpers schuppigr ist, so können die Läuse mit der Spitze ihres kleinen Rüssels nur da eindringen, wo eine weiche Membrane ein Beinchen mit dem andern verbindet. Läßt man sie auf Marienglas oder dergleichen fallen, so ziehen sie schnell ihre Füsse ern, und bleiben so unbeweglich lie­gen , oder sie machen sich eilig und mit viel größerer Ge­schwindigkeit, als d«e vorerwähnten, davon. Wenn man sie zwischen zwei Glasblättchen einschliessen will, muß man dabei sehr vorsichtig zu Werke gehen, um sie nicht zu zerquetschen, denn sie sind unter allen kleinen Thierchen dieser Gattung die schwächlichsten.

Die dritte Art, die Colombo auf mehrern Flie­gen entdeckte, ist dieselbe, die schon mehrere Jahre vor ihm der Pater da S. Martino fand. Diese sind bei­nahe viermal kleiner, als die vorhin beschriebenen, ja kleiner, als alle bekannten achtfüssigen Znsektengatrun- gen. Sie sind daher auch schwer zu entdecken. Sie ni­sten sich entweder unter den Flügeln oder unter der Brust der Fliege ein. Man findet sie öfter, als diejenigen der ersten und zweiten Gattung, aber gewöhnlich in gerin­gerer Anzahl. Nur selten findet man mehr als drei auf einer Fliege. Versteckt, wie sie meistens sind, klammern sie sich so fest an die Fliege, daß man sie nur mit Mühe davon losbrmgen kann. Selbst auf dem Glase, das doch so glatt ist, häkelten sie sich so fest an, daß es Colo m- b o einigemal nicht möglich war, mit dem Pinselchen ihre