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ES erhielt derselbe auf der Insel Saint Louis*) in dem Winter von 1786 bis 1787 auf einmal mehrere Chamäleons, und beobachtete dieselben sorgfältig. Er sagt von denselben Folgendes, waS wir, wiewohl nicht ganz wörtlich, und mir Ersparung seiner vielfältigen Wiederholungen, hier berbringen.
Dieses Thier, bei dem eme seiner ausserordentlich- sten Eigenschaften darin besteht, daß es bloß aus einem leichten und knochigen Gerippe gebildet zu seyn scheint; das mit einer sehr dünnen, und sehr geschmeidigen Haut überzogen ist, welches eigentlich kern Fletsch hat, und dann in seiner größten Schönheit prangt, wenn es am feistesten und vollsten ist; das heißt, wenn es mit emem luftförmigen Wesen angefüllt ist, vermöge der es sich nach ferner Wrllkühr aufblasen und zusammenzrehen kann ; — dieses wunderbare Thier scheint bloß »n den heißesten Himmelsstrichen leben zu können , indem bloß der größt« Grad von Hitze seiner Organisation angemessen zu seyu scheint.
Man bemerkt an dem Chamäleon mehrere Erscheinungen , deren Ursachen noch Nicht hinlänglich untersucht, und darum vielleicht auch nur allein noch nicht erforscht sind, wie dieß z. B. mit ferner Farbenveränderung der Fall ist, wie auch damit, daß es sich willkührlich mit Luft füllen, und eben so willkührlich und leicht derselben entledigen kann; daß es sehr lange, ohne irgend eine Art Nahrung zu sich zu nehmen, zu leben vermögend ist, und daß es ganz eigenthümliche Vorzüge seines Sehorgans hat.
Die Chamäleons, welche Hr. Golberry gegen Ende des Jahrs i?o6 von jeder Größe und von jedem Alter beisamnien hatte, versichert derselbe sehr sorgfältig beobachtet zu haben.
Er überzeugte sich gar bald, daß daS Chamäleon die Farben nicht von den Gegenständen entlehne, (wie die alte Fabel fabelt,) womit dasselbe umgeben ist, sondern daß die Veränderungen ferner natürlichen Farben
*) Eine französische Besitzung am Ausflüsse des Senegals
in Afrika.

