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Auf dem Rücken des Leguans liegt ein gezackter Kamm, welchen er in die Höhe hebt, so bald er zum Zorn gereizt wird, und an der Kehle hängt ihm ein häutiger ausgezackter Sack herunter, welcher gleichsam statt eines Kropfes dienen soll. Der Schwanz ist rund und lang ; die Größe des Thieres , mit dem Schwänze zusammengerechnet, mag etwa vier bis fünf ja sechs Fuß betragen.
Die Leckerhaftigkeit seines Fleisches hat diesem Thie- re einen bedeutenden Werth gegeben, und man sucht dasselbe eben deswegen für feine Mäuler ganz lebendig nach Europa zu schicken, damit der köstliche Bissen von geübten Zrmglern ganz in seiner Kostbarkeit geschmeckt werde. Eine Reise von Westindlen aus ist zum Glück so lang und weit nicht, daß das Thier nicht lebendig sollte können geliefert werden.
Das Aussehen dieses Thieres ist sehr häßlich; der dicke Körper ist mit Schuppen bedeckt, und die Farbe desselben spielt grünlich blau- wiewohl die Grundfarbe des Körpers braun mit darauf gestreuten weissen Punkten seyn soll. Es ist merkwürdig, daß auch dieses Thier, je nachdem es von Furcht, oder Zorn, oder andern Leidenschaften bewegt wird, eben so wohl, wie das Chamäleon, ferne Farbe verändert. Vielleicht fände man diese Eigenschaft wohl noch bei einigen andern Eidechsen, wenn man darüber Beobachtungen anstellte. *)
Das Thier har die Natur mit starken Nägeln an den fünf Zehen seiner Füsse bewaffnet, und das Maul ist mit einem tüchtigen Gebiß scharfer und vieler Zähne versehen. Jedoch ist der Biß dieses Thiers keinesweges giftig, wiewohl er sehr schmerzhaft ist, wenn man es einmal aufgebracht und gereizt hat. Zn diesem Falle sieht das Threr höchst gräßlich auS; sein Kamm sträubt sich dann, wre wir erwähnt haben, in die Höhe, seine am
*) Man findet sie ja auch bei dem Menschen, dessen Ge> ficht von Zorn alübet, von Schrecken b.'eich wird; und unter den Thieren haben wir den kalekutfchen Hahn, oder Puter, bei welchem die Lappen, welche über den Schnabel hangen, und überhaupt die Lap- pen des Kopfs sich mit so merklich verschiedene», und so schnell auf einander folgenden Farben verändern.

