230t Auf Holz. 15| Zoll breit, 174 Zoll hoch.
In einer Bauersiube sitzt ein Soldat, welcher mit dem Glase in der Hand einen, ihm gegenübersitzenden alten Mann betrachtet, der auf einer Violine kratzt und von einem ihm zur Seite Sitzenden, welcher singt, akkompagnirt wird. Zwischen dem Soldaten und dem Singenden steht ein Mann, mit einem Kruge in der Hand und Pfeife im Munde, ebenfalls auf den Spielenden aufmerksam. Weiter hin in der Stube sitzen Andere um eine Tonne und singen. Dieser disharmonirende Lermen hat gleichwohl einen Mann nicht abhalten können am Tische in Schlaf zu fallen. Die elfte Person, woraus diese Gesellschaft besieht, ist im Ber griffe die Stube zu verlassen.
Signirt mit vorstehendem Zeichen.
Wilhelm Kalf.
Geboren zu Amsterdam 1630; gestorben 1693. Er war ein Eleve des Historienmahlers Heinrich Pot, verließ indeß bald diese Art, um sich mit Stilleben zu beschäftigen, worin er ausgezeichnet wurde.
231. Auf Leinewand. 26^ Zoll breit, 28 Zoll hoch.
Auf einem Tische, worüber ein türkischer Teppich liegt, der rechts in große Falten fallt, sieht ein silberner Teller mit einem Weißbrod. Hinter diesem ein großer, gläserner Pokal und ein Glas, beide mit weißem Weine gefüllt; ein Apfelsin und ein Messer, auf dessen Stiel man W. I. K. lieft. Der Wiederschein im Glase und im Silber ist vor/ züglich. Die Sammlung von Licht und Schatten so wie das Farbenspie! wohl angebracht.
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