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Kornelius Molenacr.
265t Auf Holz. 10| Zoll breit, 8| Zoll hoch.
Eine gemauerte Brücke, welche an dem einen Ende vermittelst einer Stacketpforte gesperrt werden kann, führt aus einer flachen Landschaft über einen Fluß, nach einer, mit einer Ringmauer umgebenen Stadt, deren Bild in dem fpiegelklaren Wasser wiedergegeben wird. Am Fuße der Mauer steht ein Frauenzimmer auf einem hölzernen Steg und wäscht. Der bewölkte Himmel eines warmen, son- nigen Tages hat dem Künstler Gelegenheit gegeben vielen Effekt in die Landschaft zu bringen.
266. Auf Holz. 18-f Zoll breit, 14« Zoll hoch.
Zwei Windmühlen und ein kleines, strohgedecktes Haus liegen an einem Flusse. Im Vorgrunde zwei Männer, welche angeln. Weiter hin ein flaches Land, wo man eine Kirche zwischen Bäumen erblickt. Auf dem Flusse sind Böte.
Die Signatur des Meisters findet sich auf beiden Stücken, welche nicht älter als aus der Mitte des 17 ten Jahrhunderts zu seyn scheinen. Sie sind von einem Kornelius Molenaer gemahlt, der ein geschickter Mann war, und von dem man in Gemähldesamlungen viele Arbeiten findet, die sich durch Klarheit auszeichnen. Dieser Künstler liebte besonders altes Gemäuer zu mahlen; auch findet sich, beinahe auf allen seinen Stücken ein blühender Hollunder- bäum. Vermuthlich ist er ein Bruder oder Verwandter von vbenstehendem Jan Miense Molenaer, und muß nur ' nicht mit dem Kornelius Molenaer, welcher um 1540 in Antwerpen geboren ist, verwechselt werden.

