131

David Teniers, der Jüngere.

Geboren in Antwerpen 1610; gestorben in Brüssel 1690. Eleve von seinem Vater und von A. Brouwer.

348. Auf Leknewand. 22£ Zoll breit, 19^ Zoll hoch.

In einem dichten Walde schießt ein Jäger Enten, welche auf einem See schwimmen. Von diesem Gemählde gilt es vollkommen, was d'Argensville sagt: Teniers Laub­werk bestehe aus bloßen Strichen, ohne bestimmte Blätter. Auf ähnliche Weise behandelte er die Luft und den Grund in den Landschaften.

Dieses Gemählde scheint eine Pastiche, im Geschmack einer der, zu Rubens Zeit lebenden, flamländischen Land­schaftsmahler zu seyn.

349. Auf Holz. 19 Zoll breit, 13£ Zoll hoch.

An einem runden Tische sitzen zwei Männer auf einer hölzernen Bank und spielen Karten. Der Eine von ihnen, bei welchem ein alter, bärtiger und kahlköpfiger Mann mit einem Bierglase in der Hand sitzt, zeigt die Karten dem Beschauer des Gemähldes; sein Gegenspieler sieht mit son­derbarer Zufriedenheit in seine Karten. Ein neben ihm sitzender Mann, mit einem Kruge in der Hand, scheint seine Karten mit großer Aufmerksamkeit zu betrachten. Zur Seite des erstgenannten Spielers sitzt ein Mann und sieht zu. Ueber diese Gruppe biegt sich ein vierter, alter Mann, mit einer Pfeife im Munde, dem Spiele zuzusehen, und hinter ihnen Allen sieht der Wirth am Kamine, worin Feuer brennt, ebenfalls dem Spiele zusehend und Etwas aufschreibend. Im Hintergründe rechts besorgt ein Mann ein Geschäft der Natur und hält die Finger an der Nase. Links, grade im Vorgrunde ein hölzerner Tisch mit einem

(9*)