133

Thüre, durch welche man eine Landschaft erblickt. Zwei Krieger, wovon der Eine den Kopf nmdreht und die erst- genannte Spielparthie betrachtet, der Andere die Hände auf dem Rücken hat, sind im Begriff zur Thüre hinaus zu gehen und die Wachtsiube zu verlassen. Der übrige Theil des Gemähldes ist mit Armatur und andern kriegerischen Geräthschaften ausgefüllt. So z.B. steht links, auf einem Pfahl, ein Harnisch mit einem Helm, an welchem reiche und bunte Plumage; eine Fahne, Pauken und Trompeten, ein Sattel, Küraß, ein Schild, ein Pistolenholfrer, Degen­gehänge, Gewehre, Pulverhörner u.s.w.stehen oder liegen umher. Auf der entgegengesetzten Seite, auf einem Tische, oder umher, liegen Helme, Kürasse, eiserne Handschuhe, Trommeln, Gewehre, Pulverhörner, Degengehänge, Schilde, eine Tonne u. s. f. Unter dem Boden hängt eine blecherne Lanterne.

Dies Gemählde ist für eine Arbeit des ältern Teniers gehalten und erinnert an seine Kompositionen. Der auf­merksame, und mit Teniers bekannte Beobachter wird indeß finden, daß wenigstens die Pinselführnng von seiner ge­wöhnlichen abweicht. Doch beweiset die zarte Ausführung jedes einzelnen Theiles, wie des Ganzen, daß es von einem ausgezeichneten Künstler ist.

Abshoven.

Eleve von David Teniers dem Jüngern.

352. Auf Holz. 8 -\ Zoll breit, 11^ Zoll hoch.

Ein Mann, mit einer Feder am Barrett, sitzt vor einer Tonne auf einem niedrigen, hölzernen Stuhle, mit einer Thonpfeife und einem Feuerbecken in der Hand. Ein lan­ges Bierglas steht auf der Tonne; ein Krug mit Deckel ihm zur Seite und sein Stock hinter dem Stuhle.

/