auf dem guten Wege?

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über unser ganzes Wesen verbreitet wird, desto genauer und aufmerksamer werden wir auch auf die leisern Regungen unsers Gewissens achten, so daß auch die kleinern Abweichungen uns nicht entgehen und wir ihrer Stimme ohne leere Aus­flüchte mit Treue und Aufrichtigkeit folgen. Solch eine Gemüthsgestalt nennt Petrus ein gutes Ge­wissen und Johannes ein Herz, das uns nicht verdammt *). Auch bei christlich gesinnten Men­schen können wir in dieser Hinsicht immer noch einen großen Unterschied bemerken, so daß das, was dem Einen entgeht, von dem Andern leicht wahr­genommen, dagegen, was diesen beunruhigt, von jenem noch wenig empfunden wird; allein je mehr wir zunehmen in aufrichtiger, geschärfter Gewis­senhaftigkeit, desto rascher werden wir auch vor­schreiten auf der Bahn des höhern Lebens und so lernen wir, hierauf achtend, mehr und mehr vorsichtiglich wandeln, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen. So ordnen wir unser ganzes Leben nicht nach den Begriffen, Ansichten und Sitten dieser Welt, sondern nach der Stimme unsres Innern, d. i. nach dem Wohlgefallen Gottes, und so üben wir uns täglich mit dem Apostel Paulus, um stets ein gutts Gewissen zu

*) 1 Petr. 3, 16; I Loh. 3, 21.

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