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Das Leben des Christen,

Leben in bürgerlicher Rechtschaffenheit, in äußerer Unbescholtenheit, sondern vielmehr ein Daseyn, worin wir Seele und Leib mit allen unser» Kräften und Vermögen Gott und Christo frei­willig und ungetheilt zum Opfer darbringen, wo wir alles, was wir thun, es sey mit Worten oder mit Werken, thun, oder wenigstens zu thun streben, in dem Namen des Herrn Jesu, Gott dankend und dem Vater durch ihn*).

Und ein solches Leben ist ein Kampf, ein be­ständiger Kampf. So lehrte uns Christus selbst den guten Weg kennen. Jemanden, der ihn fragte, ob nur wenige selig würden, gab er zur Antwort: Ringet darnach, daß ihr durch die enge Pforte eingehet**). Wie oft sprach er von Opfern in seinem Dienst und ermahnte er einen jeden, der sein Jünger werden wollte, vorher wohl zu überschlagen, was dies koste, damit niemand zu bauen anfange, ohne vollenden zu können. Eben so die Apostel. Paulus schrieb an Timotheus: Kämpfe den guten Kampf des Glaubens ***). Darum verglich er das christliche Leben mit der Laufbahn und dem Kampfplatz der Griechen, wo Jünglinge sich im Wettrennen und allerlei Kampf-

*) Col. 3, 17. **) Luc. 13, 24.' ***) l Zim.

6 , 12 .