VIII.

Wie denkt der Christ über die Leiden und Mühen dieses Lebens?

Ä^iewohl die Erde voll ist von der Güte des Herrn und er nimmer mit uns verfährt nach un­fern Sünden, wird das Leben hier doch stets seine großen Mühen und Beschwerden haben. Nicht allein, daß ein jeder Tag seine eigne Plage hat, sondern die alles lenkende Hand des höch­sten Gottes führt uns außerdem in Umstände und Verhältnisse, die unfern Wünschen ganz ent­gegen laufen und also nicht anders als unange­nehme Empfindungen bei uns erwecken können. Es giebt Zeiten, wo seine Hand schwer auf gan­zen Familien, Geschlechtern und Völkern ruht, Zeiten, wo auch die besten Menschen mit dem Propheten Jeremias klagen: Ich bin ein elender Mann, der die Ruthe seines Grimms sehen muß. Und so scheinen Leid und Plage in seiner Hand