Haltet an am Gebet!
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gestellt. Sie hatten keinen unmittelbaren Zugang zu dem Herrn, da sie als unreine Sünder ihm nicht anders, als in dem Blut der Versöhnungsopfer nahen dursten; welche doch keine Sünden wahrhaft hinwegnehmen konnten. Sie hatten einen menschlichen Hohenpriester, der selbst der Versöhnung bedurfte, aber wir haben einen wahrhaftigen Hohenpriester und Fürsprecher, der an seinem eignen Leibe ein für allemal geopfert hat die Sünden des Volks, zu dem wir also jeden Tag, jede Stunde als reumüthige Sünder uns nahen und Gott in seinem Namen um Vergebung anflehen dürfen. Dies ist die Freudigkeit zum Eingang in das Heilige durch das Blut Christi, welchen er uns zubereitet hat zum neuen und lebendigen Weg *). Sehen wir aber bei dem allen die Gläubigen des alten Bundes einen Moses, David, Daniel und andre so ernstlich, herzlich und vertrauensvoll beten, was sollen wir dann hierzu sagen? muß uns nicht ein Gefühl der Schaam ergreifen, uns, die wir einen ganz andern Hohenpriester haben, der da sitzet zu der Rechten auf dem Stuhl der Majestät im Himmel **). O wie viel herzlicher und inniger müßten dann nicht auch unsre Gebete in seinem Na-
) Hcbr. 10, 20. **) Hebr. 8, 1.

