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fettigen Ufer trat ihm die majestätische Pracht der Alpenkette entgegen, die sich längs dem See hinzog und i^ neblichte Bläue verlor. Wie herrlich war Alles! Der klare Wasserspiegel, die reizenden Landhäuser an seinen Ufern, die blauen und weißen Berge im Hintergründe! Aber Karls Herz war traurig bei dem lieblichen Anblick, und die ganze Landschaft verschwamm wie ein trübes Nebelgebilde in den Thränen, die in sein Auge.traten. Ach, wie lange noch sollte ihm vergönnt sein, in dieser reizenden Gegend, in der theuren Heimath zu verweilen? Vielleicht mußte er in Bälde weit fort, recht weit, um sein Brod unter ganz fremden Menschen zu suchen, mußte sich lange, vielleicht auf immer, von seiner lieben Mutter, von seinen Geschwistern trennen, ja diese selbst mußten vielleicht bald die Mutter verlassen und sich in alle Welt zerstreuen. Wie öde, wie traurig mußte dann diese Gegend für die betrübte Mutter sein!
Solche und ähnliche Gedanken bekümmerten den armen Burschen und machten ihm das Herz recht schwer. Betrübt starrte er hinaus auf den klaren See, seine Blicke schweiften langsam an den Ufern hin und weilten bald länger bald kürzer auf den hübschen Landhäusern, die daran lagen. Wie schön sind diese Landhäuser! sagte er endlich vor sich hin, und sie werden kaum einige Monate

