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Gebet Zum keillgen Iuäwig!

Heiliger Ludwig! Du Freund Gottes; ver- gieb, wenn ich mein Gebet zu Dir wende; Auch Du warst ehedem ein Mensch, wie ich, schwach und von Natur zum Bösen geneigt; aber Du hast überwunden, und dadurch des großen Lohnes Dich würdig gemacht, den Du nun und immer in der Anschauung des Höch­sten genießest, und genießen wirst. Sieh! mich verlanget sehr nach jenem ewigen Glücke; aber, (ich schäme mich fast, es mir zu gestehen) die Mittel zur Erwerbung desselben habe ich bis­her vernachlässiget. Nicht, als wenn ich die­selben nicht gekannt hätte; denn auch schon dein Beispiel hätte mich deßfalls belehren kön­nen; sondern, weil ich böse, verstockt bin. Das macht mich auch deines Beistandes und deiner Fürbitte bei Gott unwürdig, und doch erkühne ich mich, dich hierum flehentlich zu bitten.