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Gebet für cke Abgestorbenen.

Herr! der- Du allgütig bist, und nicht for­derst von des Menschen Hand, was er, aus Mangel der Kräfte, nicht wirken kann. Aber auch gerecht, und willst daß er Gutes wirke, nach Vermögen, und daß keine Kraft in seiner Seele unthätig bleibe. O, wer ist der Mensch, der am Ende seiner Tage sagen könnte: Ich habe meine Bestimmung erMt, ich darf keck vor seinen Richterstuhl treten, und doch ist es gewiß, daß nur der in dein Reich eingehe, der rein befunden wird! Ich murre nicht über diese deine heilige Anordnung; auch verzweifle ich nicht an meiner Kraft, wenn deine Gnade 'ihr Hilst: aber angstvoll und mitleidig, denke ich der ungeheuren Menge meiner abgeschiedenen Brüder nach, die, wer weiß wie lange, zu dei­ner Anschauung noch nicht werden gelangen kön­nen, wenn Du mit ihnen verfährst nach deiner Gerechtigkeit, und nach ihren Verdiensten. Ach,