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Siehst du, wie dein aller grauer Lehrer, wie der ehrwürdige Pfarrer hin zuck Altar wankt, um dich, Liebling seiner Seele, cinznweihn -um heiligen Bunde? Dich nur noch will er segnen mit seinem besten Seegen, dann will er niederlegen sein Amt, das er zum Glück seiner Zuhörer sechzig lange Jahre verwaltete. Du wirst gerührt bey dem Anblick dieses ehr« würdigen Mannes , der von deiner zartesten Jugend an deinen Geist bildete, dein Herz veredelte, der dir durch Erzählung seiner Schicksale, und Mittheilung der Resultate seines Nachdenkens, ächte, wahre Weisheit lehrte ? Sanftt Aurora! Diese Thränen wie» gen Kronen auf, sie find die kostbarste Perle in deinem Brautkranz. Du bist nun gesegnet von dem Priester. Aber deine edlen Hand» lungen segnen dich mit einem höhern Seegen, der dich und deinen Geliebten durch das ganze Leben hindurch beglücken wird. Du verläßt den Tempel. Aber der Tempel in deknem Herzen, der Tempel der Tugend und Recht« schaffenheit muß dir ewig bleiben.