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deutsche Redlichkeit? Ein Mädchen schön wie ein Engel, mit solchen Gefühlen, die unsere deutschen Vorfahren so berühmt machten, hier mitten unter Barbaren? Sie küßt mich; und mit diesem Kusse erhalte ich neues Leben. Sie muß hier herrschen, denn sie ist schön; sie muß dem Kreise, worinnen sie sich befinr det, menschliche Empfindungen und menschlich zu leben lehren, denn sie ist gut und edel. Was wird sie von mir wollen? Böses? Zhr Gesicht müßte lügen. Ist sie vielleicht auch Sclavin, vielleicht dazu da, die Leidenschaften eines vornehmen Barbaren zu befriedigen? Verlangt sie mir dir nach Freyheit, nach Vaterland und Eltern?
Diese Gedanken beschäftigten mich während des langen Tages. Der Mond wurde endlich sichtbar; ich immer nachdenkcnder und neugieriger. Ich trat aus meiner Hütte heraus, meine Augen nach allen Seiten gerichtet. Kein Laut. Ich schlich mit klopfendem Herzen bis an die Stelle der Mauer, wo sie durch eine Thür verschwunden war. Zch

